Akupunktur: Anregung der Selbstheilungskräfte

Akupunktur als Teilbereich der chinesischen Medizin ist eine über 3000 Jahre alte Heilkunst, die heute von der Weltgesundheitsorganisation zur Behandlung einer Vielzahl von Erkrankungen empfohlen wird. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen die Wirksamkeit, unter anderem bei Schmerzen, seelischen und funktionellen Erkrankungen sowie zur Harmonisierung des Immunsystems. Ziel der Akupunktur ist es, das gestörte Gleichgewicht im Körper wiederherzustellen und die Selbstheilungskräfte anzuregen. Es treten dabei keine nennenswerten Nebenwirkungen auf.

 

Ergänzend zur Körperakupunktur werden in der Praxis die folgenden Methoden angeboten:

  • Moxibustion

  • Schröpfen und Schröpfkopfmassage

  • Ohrakupunktur und Akupunktur nach dem NADA-Schema

  • Schädelakupunktur nach Yamamoto 

  • Chinesische Schädelakupunktur

  • Laserakupunktur

  • Elektrostimulationsakupunktur

  • Shonishin (japanische Kinderakupunktur)

 

Moxibustion

Unter Moxibustion versteht man eine spezielle Wärmebehandlung mit der sich der Heileffekt der Akupunktur wirksam verstärken lässt. Hierbei werden geeignete Kräuter (Beifuß) über bestimmten Akupunkturpunkten abgebrannt, um diese zu erwärmen.

 

Schröpfen und Schröpfkopfmassage

Beim Schröpfen wird mit Hilfe von Schröpfgläsern, die auf der Haut aufgesetzt werden, ein Unterdruck erzeugt, der einen heilsamen Reiz auf die ausgewählte Körperregion ausübt. Anwendungsgebiete sind zum Beispiel Schmerzen. 

 

Ohrakupunktur und Akupunktur nach dem NADA-Schema

Akupunktur nach dem NADA-Schema ist eine Ohrakupunktur, die ursprünglich zur Entzugsbehandlung bei Suchterkrankungen entwickelt wurde. Durch die Akupunktur ist der Entzug von Suchtstoffen (wie z.B. Alkohol, Kokain, Nikotin, Heroin) sehr viel leichter zu ertragen, da das Suchtverlangen und die vegetative Entzugssymptomatik deutlich reduziert werden. Akupunktur wirkt außerdem entspannend, sie fördert die Konzentration, vermindert Ängstlichkeit, unterstützt den natürlichen Schlafrhythmus und hilft, mit Stress und Herausforderungen besser umzugehen. Das NADA-Schema eignet sich daher besonders auch für Menschen, die unter Stress, Schlafstörungen, Burnout und „innerer Unruhe“ leiden.

 

Schädelakupunktur nach Yamamoto

Bei dieser Form der Akupunktur werden fast ausschließlich Punkte am Kopf mit feinen Nadeln behandelt. Die Methode hat sich insbesondere bei neurologischen Störungen und bei Schmerzen bewährt und kann ergänzend zur Körperakupunktur oder alleine angewandt werden.

 

Chinesische Schädelakupunktur

Die chinesische Schädelakupunktur wird insbesondere bei neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen, wie z.B. Lähmungen und depressiver Verstimmung, eingesetzt und kann mit Körperakupunktur kombiniert werden. 

 

Laserakupunktur

Bei der Laserakupunktur werden Akupunkturpunkte mit einem Softlaser behandelt. Dabei treten keinerlei Schmerzen auf, weshalb sich die Methode insbesondere für Kinder, bei Nadelangst oder zur Behandlung empfindlicher Körperregionen eignet.

 

Elektrostimulationsakupunktur

Bei der Elektrostimulationsakupunktur werden die Nadeln mit sanftem Strom stimuliert, was als leichtes nicht-schmerzhaftes Kribbeln wahrgenommen wird. Einsatzbereich besonders in der Schmerztherapie sowie bei neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen (z.B. Lähmungen, Polyneuropathie, Sprachstörungen oder Depression und Burnout)